18.12.2020 / Medienmitteilungen / Bau und Verkehr /

CVP unterstützt Richtplananpassungen der vier Deponieprojekte

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat für die vier Deponieprojekte Festsetzung Deponien Typ A „Chremet“ in Eiken, „Steibode“ in Birrhard und „Steindler“ in Würenlos sowie Festsetzung Steinbruch Mellikon zur Deponie Typ B die Vernehmlassung und Mitwirkung durchgeführt. Mit diesen zusätzlichen Deponien wird die regionale und kantonale Entsorgungssicherheit erhöht. Die CVP Aargau ist mit allen in diesem Zusammenhang stehenden Richtplananpassungen einverstanden.

Deponie «Chremet» Eiken
Im Oberen Fricktal wird das unverschmutzte Aushubmaterial hautsächlich in der Deponie Sisslerfeld eingelagert. Das dort verfügbare Deponievolumen ist bis im Jahr 2025 ausgeschöpft. Mit der Deponie „Chremet“ in Eiken kann der regionale Bedarf an unverschmutztem Aushubmaterial für weitere 15-20 Jahre abgedeckt werden. Die Deponie ist verkehrstechnisch gut erschlossen und liegt nicht in unmittelbarer Nähe des Siedlungsgebietes. Ein Export von Aushub in andere Regionen wäre ökologisch sowie wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die CVP unterstützt das Vorhaben vollumfänglich.

Deponie «Steindler» Würenlos
Aufgrund der hohen Bautätigkeit in den Regionen Baden und Brugg sowie im angrenzenden Limmat- und Furttal besteht in der Region Baden nur noch kurzfristig genügend Auffüllvolumen für unverschmutzten Aushub. Es ist im öffentlichen Interesse, die Aushubentsorgung mittel- bis langfristig in der Region zu ermöglichen. Um den regionalen Entsorgungsbedarf für die nächsten 30 Jahre sicherstellen zu können, werden dazu weitere Standorte notwendig sein. Bei der durchgeführten Evaluation im Perimeter Baden wurde das Gebiet Steindler als bestmöglicher Standort für eine Aushubdeponie identifiziert. Der Standort Steindler soll gemäss dem prognostizierten Ablagerungsengpass ungefähr ab dem Jahr 2023 für eine Laufzeit von ca. 9 Jahren zur Verfügung stehen. Die Deponie befindet sich an der Grenze zwischen Würenlos und Otelfingen und grenzt nicht direkt an Siedlungsgebiet. Die Entfernung zum Autobahnanschluss Wettingen Ost beträgt lediglich ca. 2.5 km. Das Gebiet im Perimeter ist muldenförmig und eignet sich daher gut als Aushubdeponie. Aufgrund der vorangegangenen Erläuterungen, unterstützt die CVP auch diese Richtplanfestsetzung

Deponie „Steibode“ Birrhard
Die Region Brugg weist im Vergleich mit den übrigen Regionen des Kantons die höchste Ablagerungsrate pro Person an unverschmutztem Aushubmaterial auf und es wird erwartet, dass die anfallenden Aushubmengen die jährlich in der Region abgebauten Kiesvolumen auch längerfristig übersteigen werden. Für die CVP Aargau ist daher der Bedarf einer weiteren Deponie auch in dieser Region gegeben. Es ist zudem sinnvoll, wenn im Gebiet nördlich des Dorfkerns von Birrhard auf einer Fläche von 11,5 ha zuerst rund 2,2 Mio. m3 Kies abgebaut und das entstehende Leervolumen später wieder mit unverschmutztem Aushub aufgefüllt wird. Der Standort erwies sich in einer vertieften Standortevaluation als geeignet. Der Deponiekörper – mit einer Erhöhung von durchschnittlich 7 m – wird in die Landschaft eingepasst, eine geeignete Erschliessung ist nach Ansicht der CVP Aargau möglich. Für die CVP Aargau ist auch wichtig, dass der Gemeinderat Birrhard sowie der Planungsverband Brugg Regio hinter dem Vorhaben stehen. Sie ist daher mit den entsprechenden Anpassungen des Richtplans, sowohl für den Kiesabbau als auch die Deponie, einverstanden. Der CVP Aargau ist es aber wichtig, dass in den nachgelagerten Verfahren noch verschiedene Punkte (insbesondere UVP, Koordination Abbau Birrhard, Belastung Verkehrsinfrastruktur) detailliert geklärt werden.

Deponie Typ B im Steinbruch Mellikon
Zurzeit kann nur ca. ein Drittel von nicht mehr verwendbaren mineralischen Bauabfällen und Aushubmaterialien mit Inertstoffqualität des kantonalen Bedarfs im Aargau in Deponien des Typs B eingelagert werden. Ein Grossteil des anfallenden Materials wird in andere Kantone exportiert. Mit der Umnutzung des Steinbruchs in Mellikon von der Deponie Typ A zum Typ B erhöht sich der Abdeckungsgrad im Aargau auf ungefähr 60%. Mit der Änderung des Auffüllmaterials entsteht kein Mehrverkehr, da die Marialmengen sich nicht verändern. Im Vergleich zum rechtskräftig bewilligten Betrieb sind keine weiteren Interessen betroffen. Der Gesamtperimeter, die Abbaumengen, der Abbau- und Wiederauffüllvorgang, die Rekultivierung sowie die Erstellung der Endgestaltung bleiben im Vergleich zum bewilligten Vorhaben unverändert. Die CVP Aargau begrüsst daher, dass mit dieser Richtplananpassung das Defizit an Deponievolumen Typ B im Aargau deutlich verringert werden kann.

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