25.09.2020 / Medienmitteilungen / Bildung /

CVP unterstützt das neue Lohnsystem ARCUS

Die CVP ist weiterhin überzeugt, dass mit dem geplanten Lohnsystem ARCUS der Kanton Aargau seine Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Eine Aufschiebung der Einführung oder eine zeitliche Staffelung wird als falsch erachtet. Das Fachkräfteproblem in diesem Bereich ist zu akut.

An der Haltung der CVP hat sich seit der Anhörung nichts geändert, sie unterstützt das Vorhaben nach wie vor. Die CVP ist überzeugt, dass das geplante Lohnsystem ARCUS die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons massiv verbessert und ein unabdingbares Puzzleteil ist im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Dieser ist im Bereich der Lehrpersonen besonders akut!

Handlungsbedarf gegeben
Aus Sicht der CVP ist der Handlungsbedarf klar gegeben, auch wenn dies eine Erhöhung des Gesamtvolumens um 6% bedeutet. Sie gibt dem Regierungsrat absolut recht, dass die mangelnde finanzielle Konkurrenzfähigkeit gegenüber unseren Nachbarskantonen ein nicht mehr tragbares Mass angenommen hat. Dies wird verursacht durch das aktuelle Lohnsystem, wobei die Jahre der Nullrunden dessen Mängel noch drastischer vor Augen geführt haben. Daneben wurde der Kanton auch vom Verwaltungsgericht aufgeboten, das mangelhafte Vektorenmodell abzulösen.

An einmaliger Einführung festhalten – Jetzt!
Begrüsst wird von der CVP, dass der Regierungsrat an der einmaligen Einführung festhält – trotz Gegenwind von gewissen Playern. Der Nutzen einer gestaffelten Einführung ist eher fraglich. Die Einführung wird komplexer, es wird ein hoher administrativer Aufwand verursacht und die Konkurrenzfähigkeit wird verzögert erreicht. Ebenso würden die Kosten für die Besitzstandswahrung um einiges höher ausfallen. Die Frage, was eine gestaffelte Einführung dann unter dem Strich tatsächlich bringen würde, darf gestellt werden.

Marktzulage als korrektiv
Mit dem Vorschlag der Regierung kann die finanzielle Konkurrenzfähigkeit wiederhergestellt werden. Der Marktvergleich sieht positiv aus, wenn auch nicht auf allen Stufen der Durchschnittswert der Vergleichskantone erreicht werden kann. Auf der Stufe Sek II und bei den Berufsfachschulen bleibt die Differenz am grössten. Als korrektiv wird dazu eine Marktzulage von 3% vorgeschlagen. So muss nicht das gesamte System angepasst werden. Eine solche Massnahme ist zeitlich befristet und kann je nach Marktlage angesetzt werden. Auf den ersten Blick scheint der CVP diese Massnahme sehr sinnvoll, sie wird sie aber noch im Detail prüfen.

Vorlage hält erster Prüfung stand
In einer ersten Prüfung stützt die CVP ganz klar das gezogene Fazit der Regierung. Wir sind froh, uns von der Sonderlösung weg, hin zu einer Standardlösung bewegen zu können und begrüssen die höhere Differenzierung und natürlich die wiedererstellte Konkurrenzfähigkeit. Die CVP wird die Botschaft noch detailliert prüfen, bevor sie ihr abschliessendes Urteil fällt.

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