15.09.2020 / Vorstösse / Bau und Verkehr /

Wiedereinführung einer Interregio-Bahnverbindung von Winterthur nach Basel

Postulat Andreas Meier, CVP, Klingnau (Sprecher), René Huber, CVP, Leuggern, Werner Müller, CVP, Wittnau, Alfons Kaufmann, CVP, Wallbach, vom 15. September 2020 betreffend Wiedereinführung einer Interregio-Bahnverbindung von Winterthur nach Basel

Text
Wir möchten die Regierung einladen: Die Wiedereinführung einer InterRegio-Bahnverbindung von Winterthur nach Basel mit Halt im Aargau in Bad Zurzach, Koblenz, Laufenburg, und Rheinfelden beim Bund zu beantragen und dabei einen für den Aargau vertretbaren Kostensplit zu verhandeln.

Begründung:
Eine Bachelorarbeit der ZHAW legt neue Studien zur Wiedereinführung einer Interregio-Bahnverbindung durch das Aargauische Rheintal von Winterthur bis nach Basel vor. Diese Verbindung bietet den Passagieren eine komfortable, schnelle Zugsreise ohne Umsteigen.

Mit relativ kleinen Infrastrukturkosten ist diese InterRegio-Strecke umsetzbar. Die zurzeit von Personenzügen nicht befahrene Trasse von Koblenz nach Laufenburg ist gut unterhalten und ohne Kostenfolge nutzbar.

Die erstrebte Rheintallinie verbindet die Zentren am Hochrhein und hat Aussicht auf ein genügend grosses Fahrgastpotenzial, bei relativ geringen Kosten. Über Koblenz haben die Reisenden zudem gute Verbindungen auf die vom Bund aktuell mit mindestens Fr. 200 Mio. mitfinanzierte Hochrheinstrecke auf deutscher Seite. Die Regionen am Rhein rücken mit dieser Verbindung näher an Basel, Winterthur und Zürich. Gerade wegen den zu erwartenden Veränderungen beim Arbeitsangebot würde eine wohlwollende Entgegennahme dieses Postulates zum Zeichen einer hoffnungsvollen Zukunft. Im krassen Gegensatz zu den Orten entlang den Hauptverkehrsachse, erlebte das Rheintal sogar einen wirtschaftlichen Rückschritt. Es braucht eine Kompensation zu den in absehbarer Zukunft wegfallenden Arbeitsplätzen (beispielsweise von den Kernkraftwerken) und es braucht Verknüpfungen der Hightech-Zonen um das PSI, mit der Chemiebranche im Westen des Kantons und zu den technischen Betrieben im Raume Winterthur. Für Bad Zurzach trägt die Anbindung an diese InterRegio-Verbindung sehr wesentlich zur Förderung des Tourismus bei.

Das System Strasse-Schiene ist anfällig geworden, speziell auf den Hauptverkehrsachsen. Im Falle eines grossen Störfalls auf der Hauptachse wird eine ausgebaute Rheintallinie zur sehr nützlichen Redundanz.

Eine wiederbelebte Rheintallinie nützt einer qualitativ guten Siedlungsentwicklung und der Umwelt. Eine Wiedereinführung der InterRegio-Bahn wertet einen grossen Teil des Kantons auf.

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