08.09.2020 / Vorstösse / Bau und Verkehr /

Ausfall von SBB Zugsverbindungen wegen Lokführermangel

Interpellation Werner Müller, CVP, Wittnau (Sprecher), Alfons Paul Kaufmann, CVP, Wallbach, und Cécile Kohler, CVP, Lenzburg, vom 8. September 2020 betreffend Ausfall von SBB Zugsverbindungen wegen Lokführermangel

Text und Begründung:
Gemäss Presseberichten hat die SBB kürzlich mitgeteilt, dass vom 07.09.2020 bis zum Fahrplan-wechsel am 13.12.2020, wegen Mangel an Lokpersonal, gesamtschweizerisch rund 200 Zugsver-bindungen ausfallen werden. Der Kanton Aargau ist davon in verschiedenen Regionen betroffen. So werden Direktverbindungen von Lenzburg nach Zofingen mit Bussen ersetzt und damit die Fahrt-dauer verlängert und Verbindungen von Muri nach Zürich fallen teilweise ganz aus. Auch das Fricktal ist davon stark betroffen. Hier wird der sogenannte „Flugzug“ gestrichen, welcher Rheinfelden und Frick direkt mit dem Flughafen Zürich verbindet. Dadurch entfällt aber auch eine wichtige Schnellzugsverbindung nach Basel und Zürich. Bei der Bevölkerung stossen diese Zugsausfälle auf grosses Unverständnis.

Die Interpellanten bitten den Regierungsrat daher folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie und wann wurde der Regierungsrat von der SBB über die Zugsausfälle informiert?
  2. Wie wurden die Bevölkerung und die betroffenen Gemeinden informiert?
  3. Die Zugsverbindungen werden durch die Kantone bestellt und mitfinanziert. Wie wird der Kanton Aargau wegen diesen Zugsausfällen entschädigt.
  4. Können solche nicht erfüllte Leistungen der SBB mit einer Konventionalstrafe geahndet werden.
  5. Wie sicher ist, dass alle Zugsverbindungen ab Fahrplanwechsel vom 13.12.2020 wieder fahrplanmässig verkehren?
  6. Was kann der Regierungsrat unternehmen, dass solche Ausfälle in Zukunft nicht mehr vorkom-men werden?

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