28.11.2016 / Medienmitteilungen / Bildung /

CVP-Fraktion legt einmal mehr Fokus in der Bildungspolitik anders als die Regierung

Im Staatshaushalt hat der Bildungsbereich einen Anteil von knapp 33%, einen Drittel folglich des gesamten Aufwandes! Dass auch dieser Bereich nicht von Sparmassnahmen verschont werden kann, ist eine Tatsache. Ebenso auch, dass nicht jede von der Regierung vorgeschlagene Massnahme einen eigentlichen Bildungsabbau bedeutet. „In diesem Sinne lässt sich die CVP nicht von Lehrerdemonstrationen beeinflussen, sondern einzig vom Gedanken leiten, welche der Massnahmen den Schülerinnen und Schülern direkt schaden. Die CVP-Fraktion wird sich anlässlich der morgigen Budgetdebatte denn auch aktiv gegen einzelne Sparvorhaben einsetzen,“ sagt Grossrat Martin Steinacher.

Die CVP-Fraktion wird folglich unter dem Aspekt „Kein Bildungsabbau bei den Schulkindern“ nicht Hand bieten zum Verzicht der Kantonsbeiträge an die Sprach- und Bewegungsförderung sowie an die Kinder- und Jugendförderung. Gerade im Jugendförderbereich gibt es Vorzeigeprojekte, welche ohne Förderbeiträge wegfallen würden, da sie durch die Gemeinden alleine nicht mehr getragen werden könnten. Ebenfalls wird sich die Fraktion gegen die Reduktion der Stundentafel an der Primarschule aussprechen und nach sorgfältigem Abwägen auch gegen eine Reduktion der ungebundenen Lektionen. Letztere, Lektionen im Halbklassenunterricht,  hatten das primäre Ziel, Lehrpersonen eine 100%-Anstellung am gleichen Standort zu gewährleisten. Dies alleine genügt jedoch nicht, die Sparmassnahme abzulehnen. Doch für die CVP fallen die pädagogischen Überlegungen ebenfalls ins Gewicht, insofern, als dass der Unterricht in kleineren Gruppen den Kindern förderlich ist und unter Umständen auch die Zusatzlektionen bei der integrierten Förderung reduziert.

Lehrerberuf im Vergleich mit der Privatwirtschaft in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Gesamtschau nötig
Es ist in unserem direktdemokratischen System allen unbenommen, sich für politische Anliegen zu engagieren, so auch gegen den befürchteten Bildungsabbau, wie es die Lehrpersonen aus dem ganzen Kanton vor zwei Wochen vor dem Gebäude des Grossen Rates taten. Stossend war einfach einerseits, dass die zentralen Sparmassnahmen im Bildungsbereich bereits von den einzelnen Fraktionen abgelehnt wurden, welche dies auch öffentlich publiziert hatten. Andererseits, dass unter „Bildungsabbau“ auch die Lehrerlöhne subsumiert werden. Im heutigen wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind alle von Sparmassnahmen betroffen und in den verschiedensten Berufen und Branchen mit Umsatz- oder Einnahmeproblemen gleichermassen gefordert. Die CVP regt deshalb an, in einer Gesamtschau auch einmal die Qualitäten des Lehrerberufes und nicht nur dessen Nachteile zu thematisieren. Im Gegensatz zur Privatwirtschaft können Lehrpersonen mit einem sicheren Job rechnen und sie verfügen über ausserordentliche Freiheiten in der Jahresarbeitszeitgestaltung. Dass der Lehrerberuf sich geradezu eignet für Teilzeitpensen ist offensichtlich und wird auch sehr geschätzt.