28.09.2015 / Medienmitteilungen / Bildung /

Anhörung zum Standort- und Raumkonzept auf Sekundarstufe II

CVP spricht sich für Variante Beta aus, erwartet aber noch Verbesserungen.

Durch die veränderten Schülerzahlen an den Berufsschulen ist es für die CVP Aargau unbestritten, dass Handlungsbedarf in Bezug auf die Raumauslastung besteht. Durch die Bildung von Kompetenzzentren steigt die Durchlässigkeit und werden die Schulen effizienter. Die CVP Aargau unterstützt teilweise Variante Beta, weil damit Verbesserungen der Auslastung erreicht und die regionalen Aspekte weiterhin berücksichtigt werden.

Die zugrundeliegenden strategischen Zielsetzungen sind nachvollziehbar. Um diese Ziele erreichen zu können, wird es zum Teil einschneidende Veränderungen geben müssen. Wir sind aber nicht überzeugt, dass alle Veränderungen nötig sind. Der regionale Aspekt darf nicht zu kurz kommen. Grossrat Martin Steinacher fordert deshalb, dass nicht alle Schulen auf den Hauptachsen zentralisiert werden und auch bestehende Standorte erhalten bleiben.

Bevorzugte Variante Beta, aber noch offene Fragen
An der Variante Beta überzeugen uns folgende Punkte: Der Grundsatz „ein Standort pro Beruf“ wird konsequent umgesetzt; keine Schule abseits der Achse Aarau-Baden wird geschlossen. Dem regionalen Aspekt wird weitgehend Rechnung getragen und eine gute Auslastung erreicht. Der CVP stellen sich noch verschiedene Fragen wie: Sind die Verschiebungen alle zumutbar und werden alle weiterhin noch nötigen Liegenschaften auch genutzt. Es darf nicht sein, dass heute Räume nicht mehr benötigt werden und in ein paar Jahren neuer Raum geschaffen werden muss. Das Resultat der Überlegungen aus dem Departement Bildung Kultur und Sport sind z.B. die Schliessung der KV-Standorte Brugg, Zofingen und Lenzburg oder die Verschiebung der WMS und IMS weg von Aarau. Die neue Zuteilung bei gewissen Berufsschulen stösst aber so schon bald an ihre Kapazitätsgrenze. Die Verteilung ist noch nicht optimal gelöst, das muss noch verbessert werden. Auch sollte die Situation der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden. Mit den Verschiebungen müssten diese zum Teil viel weitere Wege zurücklegen, was auch mit höheren Kosten verbunden wäre. In diesem Zusammenhang muss man aber berücksichtigen, wie oft ein Schüler eine Schule besucht. Wären weitere Wege einfacher zu verkraften, wenn dies nur ein- oder zweimal pro Woche der Fall ist? Können solche Schulen an die Peripherie verschoben werden? Vollzeitschulen hingegen sollten zentral angeboten werden, da Zentren einfach und schnell erreichbar sind.

Grossrat Martin Steinacher ist überzeugt, dass die Vollzeitschulen WMS und IMS vom breiten Bildungsangebot der Mittelschulen profitieren und damit einen alternativen Weg zu den Teilzeitschulen an den kaufmännischen Schulen bieten. Dies hat sich bewährt und soll beibehalten werden. Die Verschiebung dieser Schulen von Aarau nach Baden und Zofingen löst zwar teilweise das Platzproblem in Aarau, hat aber viele Nachteile für die Schüler. Allenfalls wandern diese auch an andere Orte ab. Da sollte eine andere Lösung gesucht werden.