15.09.2015 / Vorstösse / Arbeitsplätze /

Strategie gegen den Fachkräftemangel in Folge der Einwanderungsinitiative

Postulat Marianne Binder, Baden und Martin Steinacher, Gansingen vom 15. September 2015 bezüglich Strategie gegen den Fachkräftemangel in Folge der Einwanderungsinitiative

Text
Der Regierungsrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, welche Massnahmen im Kanton Aargau getroffen werden, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Begründung
Mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar 2014 hat das Schweizer Volk beschlossen, die Zuwanderung ausländischer Fach-und Arbeitskräfte zu beschränken. In vielen Branchen fehlen aber bereits jetzt genügend inländische Arbeitskräfte.  Besondere Sorgen macht auch der demographische Wandel. Das heisst, es werden in gewissen Branchen und Berufsfeldern ungleich mehr hochqualifizierte Fachleute pensioniert als neue eingebunden und ausgebildet werden. (Beispiele unter vielen: Metallbearbeitung, Maschinenbau, Maschinisten, ICT). Der Regierungsrat ist gebeten, Vorschläge zu entwickeln, wie dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen ist.

Dazu gehören ein Überblick über die Berufsfelder, in denen sich ein Fachkräftemangel im Kanton abzeichnet und die Analyse, wie das inländische Fachkräftepotential besser genutzt werden kann.

Handlungsfelder sehen wir unter anderen  folgenden Bereichen:
Bildung (u.a. Förderung bestimmter Ausbildungslehrgänge gerade auch in technischen Berufen, Frühförderung und Sensibilisierung bestimmter Ausbildungslehrgänge auch für Frauen, Förderung von Kompetenzen im Bereich Pflege und Hauswirtschaft hinsichtlich des Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften bei der häuslichen Betreuung und Pflege, usw. )

Förderung älterer Arbeitskräfte (u.a. Quereinsteigerprogramme, flexiblere Arbeitszeit-und Lohnmodelle, Strategie 50+ entwickeln, Flexibilisierung der beruflichen Vorsorge)

Verbesserung der Vereinbarkeit von Familienarbeit und Erwerbsleben (u.a. Verbesserung der familienergänzenden Betreuungsstrukturen mit Einbezug der Wirtschaft, Aufwertung der hauswirtschaftlichen Kompetenzen, welche angesichts des demographischen Wandels an Bedeutung gewinnen werden durch den steigenden Bedarf an Pflege und Betreuung im häuslichen Bereich, dito).