03.03.2020 / Vorstösse / Bau und Verkehr /

Erweiterung des Bahnangebotes der S27 nach Bad Zurzach auf den Viertelstundentakt

Postulat Andreas Meier, CVP, Klingnau, vom 3. März 2020 betreffend Erweiterung des Bahnangebotes der S27 nach Bad Zurzach auf den Viertelstundentakt

Text:
Wir laden den Regierungsrat ein, die im „Mehrjahresprogramm öffentlicher Verkehr 2020“ (MJP öV 2020) geplante Erhöhung des Bahnangebots im STEP 2040/2045 auf eine Zugverbindung alle 15 Minuten auf der Strecke der S27, inkl. einer längeren Verbindung in der Nacht, wegen ihrer Dringlichkeit in der Planung vorzuziehen.

Begründung:
Im MJP öV 2020 sind die auf die Nachfrage angepassten und sinnvollen Angebotserweiterungen in den nächsten Jahren aufgelistet. Ebenfalls sind die Kostenfolgen dargestellt. Für das Zurzibiet sowie das Fricktal stehen die Angebotsausbauten im S-Bahnverkehr Basel–Rheinfelden und Baden–Koblenz zum 15-Minuten-Takt als wichtige nächste Ausbauschritte im STEP 2040/2045 im Vordergrund. Für die Strecke Baden–Koblenz müssen hierzu Doppelspurstrecken im Unteren Aaretal realisiert werden.

Eine Veröffentlichung des Bundesamtes für Verkehr zeigt einen hohen Kostendeckungsgrad für die Buslinie Baden–Bad Zurzach. Auch der Deckungsgrad der S27 ist hoch. Dies unterstreicht die Be-deutung des öffentlichen Verkehrs für das Untere Aaretal und das Zurzibiet.

Der motorisierte Individualverkehr (MIV) sowie der öffentliche Verkehr (öV) sind beide in den letzten Jahren stark gewachsen. Dabei verzeichnet das Untere Aaretal aufgrund der Verbindung zum Zollübergang Koblenz–Waldshut überdurchschnittlich hohe Werte. Ein weiterer Ausbau des MIV ist im aktuellen Bericht Mobilität Aargau in der Strategie der Ostaargauer Strassenentwicklung nicht vorge-sehen und wäre technisch kaum machbar.

Ein besseres öV-Angebot für Grenzgänger und Pendler wird zunehmend dringend und zwingend. Die bessere Anbindung des Unteren Aaretals und des Zurzibiets an die Zentren Baden, Zürich und Olten ist die logische Konsequenz der Aargauer Siedlungsstrategie.

Die Angebotserweiterung auf einen Viertelstundentakt muss daher in der Planung vorgezogen werden.

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