14.01.2020 / Artikel / /

Landammannfeier: Rede Edith Saner

«Zäme für euse Aargau» Das ist für unseren Landammann Markus Dieth mehr als ein Slogan, das sind keine leeren Worthülsen. «Zäme für euse Aargau» diese vier Worte, das ist Markus Dieth. In meiner Zeit als Gemeindeammann durfte ich bereits erleben und erfahren, dass Markus mit seinen Eigenschaften und seinen Fähigkeiten das Miteinander, das Gemeinsame immer wieder einbringen konnte und wollte. Und gelang es an der Sitzung nicht, suchte er danach das Gespräch zu Einzelpersonen.

Damit es möglich ist, sich gemeinsam für unseren Kanton einzusetzen, braucht es folgende Voraussetzungen:
Umfassendes Wissen über all das, was unseren Kanton in seiner Vielfalt ausmacht.

Die Fähigkeit, Prioritäten und Ziele zu setzen, sich zu fokussieren. Gut zu beobachten, zu analysieren und entsprechende Rückschlüsse zum Handeln zu ziehen. Es braucht die Überzeugung, dass Aufgaben, die gemeinsam, mit verschiedenen Menschen angegangen werden, zu besseren Resultaten führt, als wenn etwas im Alleingang gemacht wird. Mut, sich einzubringen, zu profilieren, sich aber auch abzugrenzen und mal einen Punkt zu setzen Freude am Miteinander und dies zu würdigen und anzuerkennen. Und es braucht Respekt: Respekt vor dem Anderssein, Respekt vor Traditionen und Respekt sich selber und den eigenen Grenzen gegenüber Es braucht Gelassenheit, Fröhlichkeit, Humor und neben Intelligenz auch eine gewisse Schlauheit.

Markus Dieth bringt dies und vieles mehr mit. Sonst könnte er «Zäme für euse Aargau» nicht leben.

Markus Dieth ist Jurist, Anwalt und Politiker. In ihm steckt aber auch etwas von einem Bauern. Mit seiner Bodenständigkeit, Natürlichkeit und mit seiner Bauern-Schlauheit.

Er bringt vieles mit, was in Bauernweisheiten zum Ausdruck kommt oder wie diese zustande gekommen sind.
«Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.»
Die Ursprünge der Bauernweisheiten und Wetterregeln lassen sich bis ins 9. Jahrhundert nach Christi zurückverfolgen. Hinter den oft fröhlichen Regeln steckt auch viel Tradition, die aus einer Überlebensnotwendigkeit entstanden sind. Wo das Wetter früher ganz unmittelbar über Ernten oder Missernten, über Sattwerden oder Not und Existenz entschied, war es das Thema Nummer eins. Unsere Vorfahren mussten lernen, das Wetter und seine Zeichen sehr genau zu beobachten, Erfahrungen auszutauschen, Wissen weiter zu geben und entsprechende Schritte zu planen. Und bei Krisen mit Zuversicht, gemeinsamen Kräften und auch mit Humor nach vorne zu schauen: «Ist der Hahn erkältet, heiser, kräht er morgen etwas leiser.»

Diese Regel sagt mit ihrem Schalk, dass es auch wichtig ist, gut zu sich selber zu schauen und je nach Situation mal leiser zu treten.

«Zäme für euse Aargau»
Das wünsche ich Dir auch in diesem Jahr in Deiner Funktion als Landammann. Und vielleicht hilft Dir auch mal eine Bauernregel weiter, die viel Erfahrung und Weisheit in sich trägt, die auf Beobachtungen und gemeinsamen Austausch beruht.

Allerdings, lass Dir auch soviel sagen: «Wenn Politiker in die Gülle segeln, helfen keine Bauernregeln.»

Mit einem Gemüsebouquet aus der Landwirtschaft wünsche ich Dir ein erfolgreiches Landammann-Jahr. Schau Dir gut, lass dich auch mal von Deiner Frau Désirée wenn nötig bremsen, damit Du für all Deine Herausforderungen und das «Zäme für euse Aargau» Kraft, Weitsicht und Erfolg hast.

Ich freue mich als Grosspräsidentin sehr, dass Du unser Landammann 2020 bist.

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