10.12.2019 / Vorstösse / Arbeitsplätze /

Fachkräftemangel in den Pflegeberufen

Interpellation Franziska Stenico-Goldschmid, CVP, Beinwil (Sprecherin), René Huber, CVP, Leuggern, Andre Rotzetter, CVP, Buchs betreffend Fachkräftemangel in den Pflegeberufen

Text und Begründung:
Die Aargauerinnnen und Aargauer können auf eine bedarfsgerechte und professionelle Gesundheitsversorgung zählen. Das setzt voraus, dass heute und auch in Zukunft genügend Fachpersonal zur Verfügung steht. Seit der Einführung der Ausbildungsverpflichtung im Kanton Aargau wurden von den verschiedenen Gesundheitsinstitutionen 45.0 % mehr Ausbildungsstellen geschaffen, was eine grosse Leistung jedes Betriebes aufzeigt. Dies ist eine der wichtigsten Massnahmen zum Thema des Fachkräftemangels. In diesem Zusammenhang und vor allem um mögliche weitere Massnahmen ins Auge zu fassen, ist der Regierungsrat gebeten, folgende Fragestellungen zu klären und zu beantworten:

  1. Wie viele Personen sind, beziehungsweise waren im Kanton Aargau in den Jahren 2018 und 2019 als Fachpersonen Gesundheit oder Pflegefachpersonen HF und FH in den Bereichen Langzeit, Akutpflege, Psychiatrie, Rehabilitation und Spitex in Ausbildung?
  2. Kennt der Kanton die aktuelle Berufsverweildauer im Kanton Aargau bei den Fachpersonen Gesundheit und den Pflegefachpersonen HF/FH? Wenn ja, wie hoch ist diese?
  3. Wieviele Pflegefachpersonen erreichen in den kommenden 10 Jahren das Pensionierungsalter?
  4. Wieviele Stellen im Bereich Pflege sind nicht besetzt? Kennt der Kanton diese Zahlen?
  5. Wie hoch ist die durchschnittliche jährliche Fluktuationsrate in den letzten fünf Jahren in den Bereichen Langzeit, Akut, Psychiatrie, Rehabilitation und Spitex?
  6. Wie hoch schätzt der Regierungsrat den Bedarf an Fachpersonen Gesundheit und Pflege-fachpersonen HF und FH für die kommenden Jahre in den Gesundheitsinstitutionen ein?
  7. Welche Massnahmen müssten neben der Ausbildungsverpflichtung in die Planung aufgenommen werden? Wie könnten die Gesundheitsinstitutionen bei weiteren Schritten unterstützt werden?
  8. Ist der Regierungsrat in Kenntnis, wie die Situation in angrenzenden Kantonen zum Aargau aussieht und welche Massnahmen dort getroffen werden?
  9. Der Lohnvergleich vom Kanton Aargau zu den angrenzenden Kantonen zeigt immer wieder, dass unser Kanton ein tieferes Lohnniveau ausweist. Kann der Regierungsrat die Lohnvergleiche der umliegenden Kantone aufzeigen? Was könnte aus Sicht Regierungsrat unternommen werden, dass die Löhne des Kantons Aargau attraktiver werden?

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