30.11.2018 / Medienmitteilungen / /

CVP fordert klare Führungsverantwortlichkeiten

Den Schulleitungen sollen die nötigen Kompetenzen und Entscheidungsgrundlagen übertragen werden. Die CVP Aargau unterstützt die Anwendung eines angemessenen Berechnungsmodells für die Schulleitungspensen, fordert aber zwingend eine Anpassung der Kostenübersicht. Der Bezirksschulrat soll als erste Beschwerdeinstanz beibehalten werden.

Drei voneinander getrennt zu betrachtende Themenfelder, welche sich inhaltlich teilweise aufeinander beziehen, fordern Antworten:

  • Reduktion der Anzahl Steuerungsebenen, Neuorganisation der kommunalen Führungsstruktur an den Schulen vor Ort und die Aufhebung der Schulpflege
  • Bezirksschulräte als erste Beschwerdeinstanz, Organisation der kantonalen Räte (Erziehungsrat und Berufsbildungskommission)
  • Anpassung der Schulleitungspensen.

Gemeinderat oder Schulpflege als oberstes Führungsgremium?
Die CVP unterstützt mehrheitlich die Zusammenführung der strategischen und finanziellen Führung zu einer Behörde. Dadurch wird gewährleistet, dass die Koordination und Übereinstimmung von Aufgaben und Kompetenzen vereinfacht wird. Dem Gemeinderat wird durch diese Übertragung der Aufgabe mehr Verantwortung übergeben. So kann einerseits die Anfälligkeit für Vermischung von operativer und strategischer Führung reduziert, anderseits können Zweispurigkeiten vermindert und Reibungsverluste zwischen den beiden Gremien eliminiert werden. Es ist vorteilhafter und zielführender, wenn die Gemeinde eine passende und wirkungsvolle Führungsstruktur vor Ort bestimmen kann.
Die CVP erkennt gleichzeitig auch die Gefahr, dass mit der Aufgabenzuteilung zum Gemeinderat die Volksnähe zur Schule reduziert wird. Bei einer „Übergabe“ benötigt es Ressourcen des (zuständigen) Gemeinderates! Diese Kostenverschiebung würde wiederum „stillschweigend“ den Gemeinden übertragen werden! Die CVP ist der Meinung, dass mit der Grösse einer Gemeinde die Vorteile für eine allfällige Abschaffung der Schulpflege abnehmen.
Die CVP fordert klare Führungsverantwortlichkeiten – Scheinoptimierungen ohne echte Weiterentwicklung sind abzulehnen! Die Schulleitungen sollen mit den neuen Führungsstrukturen gestärkt werden.

Beibehaltung der Bezirksschulräte als erste Beschwerdeinstanz
Zu viele Veränderungen gefährden die Umsetzung der Vorlage. Die CVP lehnt momentan die Zusammenführung des Erziehungsrates mit der Berufsbildungskommission ab. Eine spezifisch -zielgruppen-getrennte Beratung kann in der heutigen (kurzfristigen) Situation unterschiedliche Themenfelder abdecken und soll dem Regierungsrat als Beratung zur Verfügung stehen. Im Rahmen des weiteren Vorgehens soll mit einer Variantendiskussion die Situation erneut überprüft werden.

Ein klares Ja zur Erhöhung der Schulleitungspensen und zum neuen Berechnungsmodell – Nein zur Kostenverteilung
Einerseits hat die Arbeitsplatzanalyse klar aufgezeigt, dass die Ressourcen der Schulleitungen zu tief angesetzt sind; anderseits haben sich die Aufgaben und Anforderungen an die Schulleitungen grundsätzlich verändert.
Die Professionalisierung des Führungssystems innerhalb der Schule führte zu einer kontinuierlichen Aufgabenverschiebung mit erhöhter Verantwortung. Trotz dieser Entwicklung wurden die Pensen der Schulleitung nicht angepasst. Die CVP unterstützt die Anwendung eines angemessenen Berechnungsmodells für die Schulleitungspensen. Die Berechnung stützt sich richtigerweise auf die Basis der Anzahl Vollzeitäquivalente einer Schule. Damit diese Aufgabe professionell erledigt werden kann, benötigt es eine adäquate Lohnsumme.
Die Neuorganisation hat Mehraufwendungen bei Gemeinderat, Schulverwaltungen und auch für mögliche neue Bildungskommissionen zur Folge, welche von den Gemeinden getragen werden müssten. Die CVP fordert zwingend die Kostenübersicht anzupassen – mit dem vorliegenden Vorschlag findet keine Kosteneinsparung bei den Gemeinden statt.

Fragebogen zur Anhörung Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule

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