18.09.2018 / Vernehmlassungen / Bau und Verkehr /

Zentrumsentwicklung Schöftland; Festsetzungen neuer Werkstattstandort AAR bus+bahn, neuer Wohnschwerpunkt (WSP) Hegmatte und Mühleareal, Anpassung Siedlungsgebiet, Verminderung der Fruchtfolgeflächen

Antrag:
Die CVP Aargau ist mit den vorgesehenen Anträgen zur Anpassung des Richtplans im Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung Schöftland (Festsetzungen neuer Werkstattstandort AAR bus+bahn und neuer Wohnschwerpunkt (WSP) Hegmatte und Mühleareal) sowie der damit zusammenhängenden Verminderung der Fruchtfolgeflächen einverstanden.

Begründung:
Die CVP Aargau erachtet die Richtplananpassungen aus raumplanerischer und verkehrlicher Sicht sinnvoll. Die geplante Anpassung des Richtplans ist sachgerecht. Sie entspricht nach kantonaler Beurteilung der angestrebten Entwicklung gemäss Richtplan und den Anforderungen des RPG.

Die CVP Aargau stützt sich dabei auf folgende Fakten:

  • Im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses mit der AAR bus+bahn (heute Aargau Verkehr), der Gemeinde Schöftland und dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt hat sich bestätigt, dass auf dem gesamten Liniennetz von AAR bus+bahn für die künftig erforderlichen Depot-/Werkstattkapazitäten keine Alternativen zu Schöftland bestehen, welche die raumplanerischen, betrieblichen und bahntechnischen Anforderungen gleichermassen gewährleisten.
  • Die Gemeinde Schöftland ist „Ländliches Zentrum“ gemäss Raumkonzept und gleichzeitig Linienendpunkt der AAR bus+bahn und seit jeher Standort von Depot-/Werkstattanlagen. Schöftland soll gestützt auf das regionale Entwicklungskonzept und die kommunale Entwicklungsstrategie gezielt weiterentwickelt werden. Das Zielbild „Zentrumsentwicklung – neuer Werkstattstandort AAR bus+bahn“ ermöglicht dabei eine optimale Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr.
  • Mit dem Instrument des Wohnschwerpunkts (WSP) ergibt sich eine räumlich abgestimmte und hochwertige Entwicklung von Siedlung, Verkehr und Freiraum im „Mühleareal“ und im Gebiet „Hegmatte“. Das Zielbild „Zentrumsentwicklung – neuer Werkstattstandort AAR bus+bahn“ erfüllt die Voraussetzungen an einen WSP gemäss den Vorgaben des Richtplans. Der Siedlungsrand verschiebt sich an die Suhrentalstrasse und kann konsequent gestaltet werden. Die Depot-/Werkstattanlagen gewährleisten zusammen mit den künftigen Gewerbebauten im „Gleisbogen“ den Schutz vor Strassenlärm der Suhrentalstrasse gegenüber den bewohnten Gebieten. Im neuen Siedlungsgebiet entstehen langfristig hohe Freiraumqualitäten.
  • Die Nachhaltigkeitsbeurteilung durch die zuständige Fachstelle des Naturamas sieht langfristig in allen Dimensionen Vorteile am Standort Hegmatte gegenüber einer „Entwicklung an Ort“.
  • Mit dem langfristig ausgerichteten Depot-/Werkstattstandort im Gebiet „Hegmatte“ können die gesamten Unterhalts- und Abstellanlagen von AAR bus+bahn aus dem sensiblen Zentrumsbereich (Ortsbild von nationaler Bedeutung) an die Suhrentalstrasse verlagert werden. Damit werden Flächen im Zentrum freigespielt, und es entsteht Potenzial für eine zukunftsträchtige Zentrumsentwicklung sowie eine Revitalisierung und „Stadtreparatur“.
  • Der Antrag zur Richtplanänderung wurde von der Gemeinde Schöftland gestellt. Sie steht – wie der Regionalverband Suhrental – hinter der Anpassung.

Das Zielbild „Zentrumsentwicklung – neuer Werkstattstandort AAR bus+bahn“ beansprucht gesamthaft etwa 10 ha FFF. In der Summe müssen nach Ansicht der CVP Aargau aber die raumplanerischen, betrieblichen und bahntechnischen Interessen höher gewichtet werden als der Verlust der Fruchtfolgeflächen. Der vom Bund geforderte Mindestumfang an FFF kann im Kanton Aargau trotzdem weiterhin erhalten werden.

Wir danken Ihnen für die Berücksichtigung unserer Stellungnahme.

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