06.09.2018 / Artikel / /

Zum Gedenken an Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen

Die CVP Aargau trauert um Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen, Kämpferin der ersten Stunde für das Frauenstimmrecht und erste Einwohnerratspräsidentin der Stadt Baden.

Am 1. September 2018 ist Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen verstorben. Annemarie Höchli-Zen Ruffinen ist eine der grossen Pionierinnen und Kämpferinnen für das Frauenstimmrecht. Dies zuerst als Präsidentin des katholischen Frauenbundes Baden und als Präsidentin des staatsbürgerlichen Verbandes katholischer Schweizerinnen Aargau. Dann als Zentralpräsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes. Am 7. Februar 1971 erzwangen sie und ihre Zeitgenossinnen verschiedenster anderer Organisationen den legendären allerletzten Männerabstimmungstag der Schweiz. Ein Jahr später wurde Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen in den Badener Einwohnerrat gewählt und zehn Jahre danach war die CVP-Politikerin dessen erste Präsidentin. Als erste Frau bekam sie zudem die Ehrendoktorwürde an der theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Sie war eine beherzte und engagierte Verfechterin der Frauenordination in der katholischen Kirche.

Die CVP Aargau trauert um eine grosse Persönlichkeit in ihren Reihen. Um eine begabte Politikerin und Frauenrechtlerin, die mit Hartnäckigkeit, Pioniergeist, strategischem Geschick und Überzeugungskraft ihre politischen Ziele verfolgte. Und vor allem auch mit Unerschrockenheit. So selbstverständlich wie es heute scheint, ist das Frauenstimmrecht nicht. Es musste, wie auch das neue Eherecht, hart erkämpft werden gegen ein Bollwerk des patriarchalen Widerstandes. Wir verdanken vieles, was sich für Frauen in der Schweiz verändert hat, der Badener CVP-Politikerin Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen.

Die CVP Aargau behält Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen mit grosser Dankbarkeit in ihrer Erinnerung. Den Angehörigen entbieten wir unser tief empfundenes Beileid.

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