08.03.2018 / Vorstösse / Umwelt und Energie /

Energieträgern für die Wärmeerzeugung sowie von Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen (WKK) zur Eigenstromerzeugung im revidierten Energiegesetz des Kantons Aargau (EnergieG)

Postulat Hans-Ruedi Hottiger, parteilos, Zofingen (Sprecher), Jeanine Glarner, FDP, Möriken-Wildegg, Michael Wetzel, CVP, Ennetbaden, Alfons Paul Kaufmann, CVP, Wallbach, Renate Gautschy, FDP, Gontenschwil, Dr. Lukas Pfisterer, FDP, Aarau, Herbert Strebel, CVP, Muri, und Dr. Roland Frauchiger, EVP, Thalheim, vom 6. März 2018 betreffend Berücksichtigung von erneuerbaren Gasen (u. a. Biogas) analog andern erneuerbaren Energieträgern für die Wärmeerzeugung sowie von Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen (WKK) zur Eigenstromerzeu-gung im revidierten Energiegesetz des Kantons Aargau (EnergieG)

Text:
Bei der anstehenden Revision des aargauischen Energiegesetzes (EnergieG) soll beim Heizungser-satz erneuerbare Gase (u.a. Biogas) analog andern erneuerbaren Energieträgern berücksichtigt werden. Zusätzlich sollen bei der Eigenstromerzeugung im Zusammenhang mit Neubauten Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen (WKK) zugelassen werden.

Begründung:
Der Planungsbericht „energieAARGAU“ hält unter anderem fest, dass Erdgas bei der Wärmeerzeu-gung im Gebäudebereich oder bei verschiedenen Industrieprozessen sowie bei der Mobilität kurz-und mittelfristig einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten soll. Das Gasnetz kann zudem in Verbindung mit Biogas, Wasserstoff oder synthetischem Gas (zum Beispiel zur Stromspeicherung [Power-to-gas]), zum Transport und zur Speicherung erneuerbarer Energieträger genutzt werden.
Im aktuellen Energiegesetz des Kantons Aargau werden jedoch die fossilen Energieträger Öl und Gas undifferenziert gleichbehandelt. Die Gasversorgung – insbesondere bei der Verwendung von klimaneutralen Gasen wie Biogas, Wasserstoff und synthetischen Gasen – spielt jedoch eine wichtige Rolle bei der Reduktion von CO2-Emissionen. Gas ist ein wichtiger Übergangs-Energieträger im Zusammenhang mit dem Umbau des Energiesystems gemäss der Energiestrategie 2015 des Bundes.
Das gilt nicht nur für moderne, energieeffiziente Heiz- und Wassererwärmungssysteme, sondern auch für die kombinierte Produktion von Strom und Wärme in Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen (WKK), die in Zukunft eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 einnehmen werden. WKK-Anlagen sind ein zentrales Element einer zunehmend dezentralen Stromproduktion und führen in einer Gesamtbetrachtung ebenfalls zu CO2-Einsparungen.
Bei der Revision des aargauischen Energiegesetzes soll daher im Bereich Heizungsersatz der Anteil von Biogas und allen andern als erneuerbar geltenden Gasen in gleichem Masse wie bei andern erneuerbaren Energien berücksichtigt werden. Zusätzlich sollen Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen (WKK) zur Eigenstromerzeugung zugelassen werden. Der Anteil von Biogas oder andern erneuerbaren Gasen soll dabei in der ökologischen Beurteilung berücksichtigt werden.

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