09.09.2017 / Medienmitteilungen JCVP / /

NEIN zum Splitting-Modell bei Stipendien

Die Junge CVP Aargau ist gegen die Einführung eines Splitting-Modells bei den Stipendien und fordert den Grossrat auf, dessen Einführung abzulehnen.

Die Junge CVP begrüsst den Entscheid der Aargauer Bildungskommission, welche sich gegen das Splitting-Modell im kantonalen Stipendiengesetzes ausgesprochen hat. Der Plan der SVP und FDP, ein Drittel der Stipendien durch Darlehen zu ersetzen, ist ein weiterer Beweis für die unsägliche und blinde Sparpolitik der rechtsbürgerlichen Parteien im Aargau. Klar ist ein Sparbedarf aufgrund der angespannten Finanzlage des Kantons ausgewiesen, doch die Kürzungen müssen fair und gerecht verteilt werden. Die Einführung des Splitting-Modells und die Folgen davon treffen aber genau junge Menschen aus finanziell schwachen und eher bildungsfernen Familien, welche auf Stipendien angewiesen sind. Die Junge CVP Aargau setzt sich stark ein für Chancengleichheit und -Gerechtigkeit, besonders in der Bildung. Es darf nicht sein, dass jungen Menschen die studieren wollen, deren Eltern aber nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, zusätzliche Steine in den Weg gelegt werden.

Die Junge CVP Aargau steht für eine Politik der Weitsicht. Was die FDP und SVP hier veranstalten ist meilenweit von einer zukunftsorientierten Politik für die Jungen entfernt. Die Einführung von Darlehen wird nämlich zu einem Ausbau in der Verwaltung führen, für die Darlehensbewirtschaftung werden zusätzliche Stellen nötig sein. Eigentlich noch lustig: Gerade jene Parteien, welche bei jeder Gelegenheit nach einem schlankem Staat schreien, sorgen indirekt für einen Ausbau in der Verwaltung. Das Splitting-Modell führt zusätzlich zu einer Verlängerung der Studienzeit, da viele Studierende lieber einen Nebenjob annehmen, als sich zu verschulden. Der Kanton darf dann noch länger Beiträge an die Universitäten zahlen, was mit weiteren Kosten verbunden ist. Ausserdem kennen nur sehr wenige Kantone wie beispielsweise Uri und Luzern das Splitting-Modell. Die Junge CVP Aargau findet, dass gerade der Kanton Luzern mit seinen jahrelangen, bildungspolitischen Irrläufen kein sehr gutes Vorbild für unseren Kanton darstellen sollte. Schlussendlich würde der Aargau mit der Einführung der Darlehen schweizweit die tiefsten Durchschnittsstipendien auszahlen, also das Schlusslicht bilden.

Zweifelhafte Sparübungen auf dem Rücken der Jungen und Schwachen sind weder nützlich oder fair, noch sind sie der richtige Weg. Deshalb fordert die Junge CVP Aargau den Grossen Rat auf, das Splittingmodell klar abzulehnen. Junge, begabte Menschen müssen trotz fehlender finanziellen Mittel weiterhin die Chance haben, ein Studium beginnen zu können.