19.08.2017 / Artikel / Generationen und Sozialwerke /

Fertig Rente oder Rente fertig?

Leserbrief von Isabell Landolfo, CVP-Schulpflegepräsidentin Birrwil

Momentan finanzieren beinahe vier Erwerbstätige einen Rentner. 2040 werden es nur noch zwei sein. Das Parlament hat drei Jahre lang an der aktuellen Vorlage über die Rentenreform gearbeitet – das zeigt, wie schwierig es ist, in dieser Angelegenheit eine Lösung zu finden, mit der alle leben können.

Die Gegner der Rentenreform behaupten, die Reform sei ungerecht und ein Verrat am Generationenvertrag, weil sie die Jungen zu stark belaste. Blicken wir kurz zurück ins Jahr 1948, das Jahr in dem die AHV eingeführt wurde. Vom einen auf den anderen Tag erhielten Pensionierte eine AHV-Rente – und das, obwohl sie nicht zu der Finanzierung beigetragen hatten. Den Jüngeren damals war bewusst, dass der wahre Generationenvertrag auf der Solidarität zwischen den Generationen beruht. Der jüngeren Generation ist dies heute ebenfalls bewusst, denn sie wollen auch in Würde altern und den wohlverdienten Lebensabend geniessen können.

Mit der Rentenreform werden zudem tiefere Einkommen mit der Senkung und Flexibilisierung des Koordinationsabzugs in der 2. Säule besser abgesichert. Davon sind vor allem Frauen betroffen, da sie meist in Teilzeit arbeiten und tendenziell weniger verdienen. Es ist Zeit, dass wir auch ihnen eine angemessene Altersvorsorge ermöglichen.

Das Ja zu dieser Rentenreform zeigt den Willen eine gemeinsame Lösung zu finden, deswegen stimmen sie 2x JA zur Rentenreform am 24. September! Vielen Dank für Ihre Stimme.